Ziel:
Die Definitionen von Hausfarben, Stilvorlagen und S&Bs eines Kunden sollen über mehrere Projekte und Aufträge hinweg konsistent gemanagt werden. So sollen diese Ressourcen bei einem neuen Projekt von Beginn an zur Verfügung stehen, außerdem sollen Last-Minute Änderungen so leichter umgesetzt und abgefangen werden. Besonders interessant ist das für Grafiker in Arbeitsgruppen oder für Einzelkämpfer die umfangreichere Projekte sicher handeln müssen.
Als Technologie kommen die Job Jackets von QuarkXPress 7 zum Einsatz.

Step by step (exemplarisch):

a) Erzeugen des Job Jackets:
0. Erzeugen Sie ein neues Dokument (oder öffnen eines bestehenden)
Anmerkung: Ist nicht zwingend erforderlich
1. Gewohntes Anlegen von Farbdefinitionen, Stilvorlagen, S&Bs.

2. Wechseln in Hilfsmittel -> Job Jackets Manger.
3. Aktivieren Sie die “Erweiterten Einstellungen”.
4. Erzeugen Sie ein neues Job Jacket über das Ordner-Symbol: “Neues Job Jacket”
5. Definieren Sie einen Speicherort, bevorzugt im Job Jackets Standard-Ordner (wählbar in den Preferences) und wählen Sie eine sinnvolle Benennung.
6. Das neue Job Jacket enthält von Anfang an das sog. “Standard Job Ticket”.
7. Klicken Sie auf das QuarkXPress Symbol in der rechten oberen Ecke des Job Jacket Managers: “Programmressourcen laden”
8. Hinter den einzelnen Ressourcen sind jetzt Zahlen aufgetaucht, welche die Menge der jeweils verfügbaren Settings im jeweiligen Bereich angeben. Ist ein best. Dokument geöffnet, werden auch dessen Ressourcen jetzt angezeigt.

Jetzt gilt es diese Ressourcen dauerhaft in das neu erstelle Job Jacket zu importieren:
9. Wählen Sie den gewünschten Bereich (also Absatz-, Zeichenstilvorlagen, Farben, S&Bs). Selektieren Sie das gewünschte Setting und ziehen es per Drag & Drop auf das neu erzeugte Job Jacket. Wiederholen Sie diesen Vorgang für die einzelnen Bereiche.
jj_anleitung_1.jpg
10. Wählen Sie das neue best. Job Jacket aus. Sie sehen jetzt, dass diese Ressourcen hier importiert wurden.
11. Gehen Sie im “Standard Job Ticket ” in die einzelnen Ressourcen-Bereiche und stellen bei den jeweiligen Settings von Status “In Job Jacket” auf “In Ticket” um. Dadurch stehen diese Settings beim Erstellen eines neuen Dokumentes von Beginn an zur Verfügung und müssen nicht erst über die “Kollaborationseinstellungen” extra importiert werden.
jj_anleitung_2.jpg
11. Klicken Sie auf “Sichern” um den Job Jacket Manger zu schließen und das neue Job Jacket zu speichern.

b) Anwenden des Job Jackets
1. Generieren eines neuen Projektes auf Basis des Job Jackets über: Ablage -> Neu -> Projekt von Ticket. Wählen Sie hier das “Standard Job Ticket” das neuen Job Jackets aus.
jj_anleitung_3.jpg
2. Die restlichen Eingaben über Seitengröße usw. können in diesem Fall nach Bedarf gemacht werden (würden sich aber bei Job Jackets auch vorgeben lassen).

Wie in den Paletten Farbe und Stilvorlagen zu sehen ist, wurden die Ressourcen des Job Jackets importiert und stehen nun von Beginn an zum Arbeiten bereit!
jj_anleitung_4.jpg
Das Anwenden diese Job Jackets auf ein bereits bestehendes Dokument geht folgendermaßen:
1. Öffnen des best. Dokuments
2. Ablage -> Job Jackets -> Projekt verknüpfen. Wählen Sie hier wieder das “Standard Job Ticket” das neuen Job Jackets aus.

Das wars! Jetzt kann in allem mit dem Job Jacket verknüpften Dokumenten mit diesen einheitlichen Stilvorlagen und Farbdefinitionen gearbeitet werden.

Welchen Vorteil bringt dieses Handling jetzt im Vergleich zum konventionellen “Anfügen”?
Auf den Punkt gebracht: Änderungen in diesen Settings ziehen keinen endlosen Rattenschwanz in anderen Dokumenten nach sich!
Beispiel: In einem mit dem Job Jacket verknüpften Dokument wird die Definition für die Stilvorlage geändert (z.B. der ZAB). Konventionell müsste jetzt in allen ähnlichen Dokumenten die Stilvorlage manuell geändert werden: Zeitaufwändig, fehleranfällig und mühsam! Kommen aber Job Jackets zum Einsatz wir diese Änderung automatisch in allen restlich verknüpften Dokumenten reflektiert! Für die Definition von Hausfarben und den anderen Dingen gilt das selbe.

Dieser enorme Vorteil wird nur dann zum Nachteil, wenn Änderungen in den Definitionen unbedacht und voreilig durchgeführt werden. Änderungen in anderen Dokumenten sind dann nicht immer erwünscht. Man muss sich also absolut über die Auswirkungen im klaren sein, dann können bei verantwortungsvollem Umgang enorme Vorteile erzielt werden.

Georg Obermayr, August 2006


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