Teil zwei der Serie über Dynamic Publishing im Cleverprinting Newsletter ist vor kurzem erschienen. Thema dieser Folge ist Web-to-Print. Dabei lege ich einen besonderen Fokus auf die Erstellung hochwertiger und flexibler Templates, die dynamisch und Corporate Design-konform auf mögliche Inhalte reagieren.
Den Artikel gibt es wieder als PDF-Download unter:
http://www.cleverprinting.de/dynamic_publishing.html
Nachfolgend finden Sie ein paar Auszüge aus dem Newsletter. Die vollständige Fassung können Sie oben bei Cleverprinting herunterladen.
Web-to-Print im Jahr 2010 ist ein unübersichtlicher Markt. Mehr als 200 Firmen haben sich das Schlagwort auf die Fahnen geschriebenen und liefern doch ganz unterschiedliche Arten von Software. Die Bandbreite reicht von Drucksachenbestellshops, Online-Druckkalkulatoren, Digitaldruckanbindungen über ausgefeilte Template-Editoren bis hin zu Marken-Management-Systemen. So entstand ein enormer Hype mit viel Begriffs-Marketing, der oft verdeckt, wie substantiell die durch Web-to-Print provozierten Veränderungen für den Agentur- und Druckereisektor sind: Web-to-Print – Publishing meets Cloud Computing.
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Man könnte auch sagen: Die wichtigste Systemvoraussetzung, um zukünftig Drucksachen erstellen und bestellen zu können, ist das Internet. Diese neuen Möglichkeiten werden über Web-to-Print direkt in die Hände der Endanwender gelegt. Über autarke Internet-Oberflächen werden sie unabhängig von externen Satz-Dienstleistern und internen Marketing-Profitcentern. Dies führt zu einer deutlichen Dezentralisierung der Werbemittel-Erstellung. Bestechend an Web-to-Print ist, dass im Hintergrund das Gegenteil der Fall ist: Cloud Computing-Konzepten sehr ähnlich werden alle Marketing-Prozesse, Auftrags-Richtlinien und Qualitätsstandards (darunter nicht zuletzt das Corporate Design) an zentraler Stelle hinterlegt. Diese Informationen sind Grundlage für das Web-to-Print-System, das als eine Art Gatekeeper über die Einhaltung der Vorgaben wacht. Dadurch wird eine Prozesssicherheit und Qualitätskonsistenz erreicht, wie es über zentrale Fachabteilungen nie möglich wäre. Von besserer Reaktionszeit und Kostenersparnis ganz zu schweigen.
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Web-to-Print ist aber kein Agentur-Killer sondern eher ein Magnet für Neugeschäft – zumindest für Agenturen die den Trend antizipieren. Die Tätigkeiten, die sich um Aufbau und Pflege einer Web-to-Print Plattform ranken, sind wesentlich hochwertiger, als die, die abgelöst werden.
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Haben diese Kriterien für Sie Gewicht, kommen nur Lösungen in Betracht, die auf bekannten Layout-Programmen basieren: Also Adobe InDesign Server und/oder QuarkXPress Server. Systeme, die auf PDF oder eigens entwickelten Technologien setzen, sind zwar nicht prinzipiell schlechter, haben aber ihre Schwachstellen bei der Integration in bestehende Satz-Umgebungen. Aus diesem Grund finden sich vor allem bei großen Plattformen gerne Systeme auf Grundlage der Layoutklassiker, auch wenn diese in der Regel teurer sind.
Die gewählte Layout-Technologie ist entscheidend für die Möglichkeiten der Templates. Von deren Konzeption und Umsetzung hängt neben anderen Faktoren wie etwa Benutzeroberfläche, Bedienkomfort oder Bestellmöglichkeiten die Akzeptanz der Web-to-Print Plattform ab. Gute Templates erfordern Zeit sowie Erfahrung für Planung, Ausarbeitung und Qualitätssicherung. Ziel ist dabei immer wieder höchste Flexibilität – im Rahmen des Corporate Designs. Gerade in die großen Corporate Design Ordner wird gerne viel Geld investiert, entscheidend für die Praxistauglichkeit eines CDs ist aber nicht dieses Papierwissen, sondern der Werkzeugkasten für die Umsetzung. Web-to-Print ist hierzu ein unverzichtbarer Baustein geworden. Ein Web-to-Print-Template deckt im Idealfall immer auch die im CD-Manual definierten Ausnahme- und Verbotsfälle mit ab. Das Template ist das Programm gewordene Corporate Design Regelwerk. Da ist es klar, dass sich alle Vorgaben, die sich nicht computertauglich formulieren lassen, nur schwer in eine Layout-Vorlage packen lassen. Dazu zählen meist ästhetische Kriterien wie Bildauswahl oder -komposition.
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Anzeige – Anzeigen können ein Höchstmaß an Dynamik erreichenn, sofern das Web-to-Print-System Anpassungen der Seitengröße zulässt. Dann können sie an die Spaltenbreiten verschiedener Zeitungen angepasst werden. Im Beispiel wird die Anzeige verbreitert: Dabei wird das große Bild entsprechend erweitert, während der Zierbalken davor eine fixe Breite hat. Die Fließtextbox passt sich nicht nur in der Breite an, sondern, wenn mehr Text eingegeben wird, auch in der Höhe. Für Stellenanzeigen ist ein solcher Mechanismus unverzichtbar. Auch hier werden die Schutzräume um Logo und Adresse wieder akkurat eingehalten.
Die Beispiele zeigen: Aus Designern und Reinzeichnern werden Template-Programmierer. Ob ein Template funktioniert, entscheidet sich da bereits beim Design. Nicht alles was gut aussieht ist auch immer umsetzbar. Viele Tests, am besten über einen geplanten Zeitraum und einem erweiterten Personenkreis, mit Extrem-Parametern und oft auch übertrieben „dummen“ Herangehensweisen sind erforderlich, um ein Template bis in die Details zu perfektionieren. Hierfür ist es notwendig, die Möglichkeiten, wie sich ein Design in der Web-to-Print Praxis verändern kann, im Voraus zu bedenken. Vor diesem Hintergrund entstehen für Agenturen und Druckereien neue Wertschöpfungsmöglichkeiten, die wesentlich hochwertiger sind als die Tätigkeiten, die über Web-to-Print in die Hände der Anwender gelegt werden. So profitieren am Ende alle.
Vollständiger Text abrufbar unter http://www.cleverprinting.de/dynamic_publishing.html
